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Auflösung der Synagogengemeinde
in Zündorf und Verkauf des
jüdischen Friedhofs
Im November 1942 löste
das Amtsgericht Köln die dortige Synagogengemeinde
auf. Ihr Vermögen ging an die Reichs-Vereinigung der
Juden. Daher sah sich die Bezirksstelle Rheinland
gezwungen, der Gemeinde Porz im Dezember 1842 den
Judenfriedhof zum Kauf anzubieten. Die Gemeinde
erklärte sich einverstanden, zögerte den Abschluss
jedoch hinaus, da die Genehmigung der
Aufsichtsbehörde nicht erteilt wurde, weil das
Reichssicherheitshauptamt die Arbeit der
Reichs-Vereinigung im Juni 1943 beendete. Der
Oberfinanzpräsident in Köln wurde als Verwalter
eingesetzt und verkaufte den Friedhof vor dem Notar
Dr. jur. Gustav Witthoff in Köln-Deutz am 23. März
1944 für RM 750,80, also für 20 Reichspfennige pro
qm, an die Gemeinde Porz. Eine Auflassung erfolgte
jedoch nicht, weil die Käuferin zunächst nicht
zugestimmt hatte. Erst am 5.11.1944 stimmten die
Porzer Gemeinderäte diesem Ankauf zu.
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