Wer waren eure
Ansprechpartner?
Im Rahmen
des Projektes „Der jüdische Friedhof in Porz“, haben
wir drei Interviews geführt. Zum einen haben wir mit
dem achtzigjährigen Herrn Nolte gesprochen. Trotz
seines hohen Alters konnte sich Herr Nolte an sehr
viele Einzelheiten aus der Zeit zwischen 1933 und
1945 gut erinnern. Er konnte uns sehr viel
aus der Vornazizeit der jüdischen Mitbürger in Porz
berichten, da er selbst während dieser Zeit in Porz
nicht nur neben, sondern auch mit den jüdischen
Bürgern lebte.
Ferner haben wir mit einem älteren Ehepaar
gesprochen, die uns noch einiges über die jüdischen
Mitbürger in Porz erzählen konnten, sodass wir nun
um einige Eindrücke reicher geworden sind. Das
Ehepaar erzählte uns ebenfalls, dass ihre Tochter
eine Abiturarbeit über die jüdische Bevölkerung in
Köln geschrieben habe. Sie berichteten uns über den
jüdischen Friedhof in Porz-Zündorf und konnten uns
außerdem manche Geschichten erzählen. Das Ehepaar
Rühs war sehr aufgeschlossen und freundlich.
Als Abschluss haben wir noch einige Elternteile aus
unserer Klasse befragt, von denen aber
niemand wirkliches Wissen besaß. Aber dennoch waren
sie sehr interessiert und stellten viele Fragen.
Fragen der Mutter der
Schülerin Carina Titgens
· Wie
kamt ihr an das Thema „Juden in Porz“ ?
Durch unseren Klassenlehrer, der sich sehr für
dieses Thema interessiert. Er war 2000 dienstlich in
Israel und hatte bei einem Besuch der
Holocaust-Gedenkstätte in Yad Vashem erfahren, dass
es in Porz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine
jüdische Gemeinde gegeben hatte. Fünf
Holocaust-Opfer aus Porz werden in der Datenbank von
Yad Vashem geführt. Die Stiftung Deutscher
Denkmalschutz bot 2003 ein bundesweites Projekt an,
an dem sich das Maximilian-Kolbe-Gymnasium
beteiligt.
·
Inwiefern werdet ihr
an diesem Thema beteiligt?
Wir
wurden in verschiedene Gruppen aufgeteilt und
mussten den jüdischen Friedhof in Zündorf
untersuchen, z.B.
1.
Vermessung des
Friedhofs
2.
Anlegung und
Anzahl der erkennbaren Gräber
3.
Inschriften und
Zustände der Grabsteine etc.
·
Inwiefern wurde euer
Interesse am Judentum geweckt?
Durch den Besuch in einer
Synagoge haben wir einen kleinen Einblick in die
jüdische Gemeinschaft bekommen. Außerdem hatten wir
eine Unterhaltung mit dem Zeitzeugen Herr Nolte.
Ein kurzes Interview
mit dem Ehepaar Rühs auf dem jüdischen Friedhof in
Zündorf
· Die
Eheleute Rühs
versuchten uns dabei zu helfen, aufzuklären, ob es
sich bei einem abgebrochenem Steinklotz um einen
Grabstein handeln könnte, doch auch sie konnten das
Gestein nicht definitiv als Grabstein identifizieren
und so blieben wir weiterhin ratlos. Doch mittlerweile hat sich
herausgestellt, dass es sich um
ein Stück von einer Mauer handelt, die das
Friedhofsgelände umzäunt hat.